Arbeiten und Texte zur Slavistik

Arbeiten und Texte zur Slavistik

Begründet 1973 von Wolfgang Kasack. Herausgegeben ab Band 72 (2005) von Frank Göbler und Rainer Goldt.

Wir haben 93 Ergebnisse für Sie


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100. Frieß, Nina: "Inwiefern ist das heute interessant?" Erinnerungen an den stalinistischen Gulag im 21. Jahrhundert. Leipzig, Biblion Media 2016. ISBN 978-3-86688-609-4. Br., 396 S. mit Abb., 36,00 Euro, Artikelnr. 2100, bestellen: InstitutionenBei Kubon & Sagner bestellen | PrivatkundenBei Biblion bestellen

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Die Auseinandersetzung mit Erinnerung und Vergangenheit boomt - nicht nur in der Wissenschaft, auch in der Popularkultur. 'Wahre Begebenheiten' liefern den Stoff, aus dem Romansujets und Filmhandlungen gestrickt werden. Das dient der Unterhaltung eines internationalen Publikums, gleichzeitig werden aber auch Erinnerungen an die dargestellten Ereignisse und Personen aktualisiert. Nina Frieß untersucht in "Inwiefern ist das heute interessant?" Erinnerungen an den stalinistischen Gulag im 21. Jahrhundert", wie das in Bezug auf die stalinistischen Repressionen im Allgemeinen und die Arbeitslager der Stalinzeit im Besonderen geschieht. Das Untersuchungskorpus umfasst drei Produktionen, die auf kanonischen Texten der sowjetischen Lagerliteratur basieren: die 2009 in Perm' uraufgeführte Oper 'Ein Tag im Leben des Ivan Denisovič' nach der gleichnamigen Povest' Aleksandr Solženicyns, die 2007 auf Rossija erstausgestrahlte TV-Serie 'Das Erbe Lenins', die Leben und Werk Varlam Šalamovs inszeniert, sowie den internationalen Spielfilm 'Within the Whirlwind' (2009), der Motive aus Evgenija Ginzburgs Biografie bearbeitet. Hinzu kommen Texte, die nicht aus der klassischen Lagerliteratur hervorgegagngen sind, sondern einen anderen Zugang zum Thema suchen: Sergej Lebedevs 2011 veröffentlichter Roman 'Der Himmel auf ihren Schultern' sowie eine Reihe von Kriminalromanen (2008 ff.) angelsächsischer Autoren, deren Sujet in der Sowjetunion der Stalinzeit angesiedelt ist. Die Autorin untersucht, welche Inhalte vermittelt und wie die stalinistischen Repressionen im Allgemeinen und die Arbeitslager im Besonderen dargestellt werden. Neben dieser materialen, medienimmanenten Dimension betrachtet sie in dem zweiten Schritt die soziale Dimension des jeweiligen Mediums. Dafür analysiert sie, wie die einzelnen Texte, Filme und die Oper von der russischen, aber auch von anderen Erinnerungsgemeinschaften rezipiert werden, und ob ihnen - von ihren Produzenten, aber auch von ihren Rezipienten - eine erinnerungskulturelle Funktion als Gedächtnismedium zugesprochen wurde. Abschließend wird untersucht, ob es den Medien gelingt, Erinnerungen an die Repressionen unter der Herrschaft Stalins zu aktualisieren und inwiefern sie zu gesellschaftlichen Auseinandersetzungen über dieses Thema beitragen.


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99. Bielfeldt, Sigrun: Dmitrij Tschižewskij und Ludolf Müller erinnernd: Abendland, Morgenland. München - Berlin - Leipzig - Washington, D.C., Verlag Otto Sagner 2015. ISBN 978-3-86688-482-3. Br., 295 S. mit farb. Abb., 30,00 Euro, Artikelnr. 2099, bestellen: InstitutionenBei Kubon & Sagner bestellen | PrivatkundenBei Biblion bestellen | Leseprobe

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Je ausschließlicher sich die deutsche Kultur in jüngster Zeit als eine westeurpäische begreift, desto größer die Bedeutung der slavischen Literaturen und Philologien. So ist es an der Zeit, sich zweier "Urväter" der bundesrepublikanischen Slavistik zu erinnern. Dmitrij Tschižewskij, Ukrainer und Russe, mußte seine Heimat kurz nach der Revolution verlassen und hat die Welt der Gegenstände, die er lehrte, nicht mehr wiedergesehen. Der junge Ludolf Müller, im Halleschen Vorkriegsdeutschland einer der ersten Schüler des emigranten Tschižewskij, faßte eine unerschüttliche Zuneigung zu allem Russischen. Gerade als deutscher Soldat auf russischer Erde ist er dieser Liebe treu geblieben. Bundesrepublikanische Schüler beschritten einen kritischen Weg insofern, als sie nach dem Fall des eisernen Vorhangs mit Tschižewskijs stupendem Wissen durch die Kulturen des Westens und Ostens eilten, vielem begegneten, vieles auswählten oder auch verwarfen. Schließlich durfte man einfach nur schauen: Kiev zum Beispiel, die Wiege ostslavischen Christentums. Oder Poltava, einen Kulminationspunkt ukrainisch-russischer Geschichte. So vereint dieser Band oftmals sehr persönliche Dokumente des Schaffens zweier bedeutender Gelehrter mit Erinnerungen, Reflexionen und Beobachtungen der Autorin.


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98. Murawski, Leif: Kunst und mystische Erfahrung im Werk Konstantin D. Bal'monts. München - Berlin, Verlag Otto Sagner 2014. ISBN 978-3-86688-312-3. Br., 544 S. mit Literaturverz., 44,00 Euro, Artikelnr. 2098, bestellen: InstitutionenBei Kubon & Sagner bestellen | PrivatkundenBei Biblion bestellen | Leseprobe

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Das Werk Konstantin D. Bal'monts (1867-1942) wird in dieser Untersuchung einer umfassenden Betrachtung unterzogen, wobei erstmals in der deutschsprachigen Slavistik auch die lyrischen Bände der Zeit nach der Emigration des Dichters aus der Sowjetunion sowie Prosawerke berücksichtigt werden. Das fast fünfzig Jahre umfassende Schaffen Bal'monts wird im Hinblick auf die Mystik als psychisch und ästhetisch wirksames Paradigma untersucht, das sich für das gesamte Oeuvre als bestimmend erweist. Die Darstellung relevanter Traditionen der östlichen und westlichen Mystik tragen dazu bei, dass der Makrotext von 30 Gedichtbänden als solcher schlüssig gedeutet wird. Bal'monts Bedeutung für den russischen Symbolismus insgesamt wird im Zusammenhang mit den Ergebnissen der Untersuchung beleuchtet, woraus sich eine Revision bekannter Beschreibungsmodelle der Epoche ergibt. Weitreichende Anmerkungen zu dem Verhältnis zwischen Bal'mont und der Musik sowie der Bildenden Kunst seiner Zeit stellen die Ergebnisse der Werkanalyse in den weiten Kontext kunstreligiöser Strömungen in Europa.


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97. Vassilieva, Ekaterina: Das Motiv des Straflagers in der russischen Literatur der Postmoderne. Dovlatov, Sorokin, Makanin. München - Berlin, Verlag Otto Sagner 2014. ISBN 978-3-86688-310-9. Br., 256 S. mit Literaturverz., 30,00 Euro, Artikelnr. 2097, bestellen: InstitutionenBei Kubon & Sagner bestellen | PrivatkundenBei Biblion bestellen | Leseprobe

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Die Darstellung des Straflagers hat in der russischen Literatur eine lange Tradition, die im 20. Jahrhundert mit den Erinnerungen der Gulag-Opfer ihre berühmteste Ausprägung findet. Seit den 1980er Jahren entstand das Interesse der Postmoderne am Lagermotiv. Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf die grundsätzliche Frage, wie sich ein literarischer Topos verändert, wenn er in der Auseinandersetzung mit der älteren Lagerliteratur in einen neuen stilistischen und ästhetischen Kontext transponiert wird. In detaillierten Analysen von drei exemplarischen Texten, Dovlatovs "Zone", Sorokins "Ein Monat in Dachau" und Makanins "Der Buchstabe A", werden, gestützt auf das Instrumentarium poststrukturalistischer Philosophie, Spielarten postmoderner Lagerprosa herausgearbeitet. Das Lager, kein Inbegriff des Bösen mehr, erscheint als Entwurf einer imaginären Welt von geradezu auratischer Wirkung. Gewalt wird ästhetisiert, Alltag theatralisiert, die Forderung nach Authentizität und die Frage nach Sinn und Werten entziehen sich ebenso eindeutiger Bestimmbarkeit wie die Position der Erzählinstanz und das Verhältnis von Autor und Erzähler.


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96. Losev, Aleksei Fyodorovich: The Dialectic of Artistic Form. Edited by Daniel L. Tate. München - Berlin, Verlag Otto Sagner 2013. ISBN 978-3-86688-308-6. Br., 412 S. mit Bibliogr., 38,00 Euro, Artikelnr. 2096, bestellen: InstitutionenBei Kubon & Sagner bestellen | PrivatkundenBei Biblion bestellen | Leseprobe

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The early aesthetics of Alexei Losev is one of the best examples of pre-communist Russian thought and one of the last attempts to build a grand philosophical system on the basis of pagan and Christian Neoplatonism, Russian personalism, phenomenology, and the dialectical trend in German Idealism. Losev's brilliant dialectical-phenomenological thinking anticipates many twentieth-century discoveries in phenomenological and dialectical aesthetics within a coherent and elegant account of artistic form. Losev's insights into the nature of aesthetic perception and artistic form also anticipate many recent discoveries in neurobiological aesthetics, thus harmonizing the phenomenological approach in aesthetics with the scientific. The translation of Losev's aesthetic treatise is prefaced by a thorough analysis of Losev's sources and an outline of the continuing relevance of his aesthetic theory to present-day aesthetics. (ISBN (USA): 978-1-938380-01-3)


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95. Bielfeldt, Sigrun: Der schwere Schritt in die Wirklichkeit. Schelling und Bakunin. München - Berlin, Verlag Otto Sagner 2012. ISBN 978-3-86688-169-3. Br., 292 S. mit Bibliogr., 30,00 Euro, Artikelnr. 2095, bestellen: InstitutionenBei Kubon & Sagner bestellen | PrivatkundenBei Biblion bestellen | Leseprobe

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In den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts stand eine Gruppe russischer Europäer mitten im intellektuellen und politischen Geschehen um die europäische Moderne. Michail Bakunin gehörte zu denjenigen, die die Gleichung Heinrich Heines "Große französische Revolution ­ Philosophie des deutschen Idealismus" bejahten und im eigenen Leben vollziehen wollten. Die "faule Beschaulichkeit" des Preußischen Hegel war erkannt, gerade von seinen Anhängern wie Arnold Ruge. Die Studie von Sigrun Bielfeldt verfolgt den intellektuellen Weg Michail Bakunins von 1835 bis 1842. In Moskau war er zunächst Verfechter des politisch genehmen Rechtshegelianismus. Schließlich wurde er 1842 in Berlin vorübergehend zum Anhänger Schellings, bevor er sich endgültig von der Philosophie abwandte. Seine existenziellen Revolutionen zeigen sich von der latent revolutionären Philosophie Schellings beeinflußt. Der Berliner Schelling und sein Hörer Michail Bakunin suchten beide den Weg ins Offene.


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94. Eker, Sabahat: Die Poesie im Leben des Volkes Die Darstellung Abchasiens in Fazil' Iskanders Roman Sandro iz Čegema. München - Berlin, Verlag Otto Sagner 2012. ISBN 978-3-86688-167-9. Br., 224 S. mit Literaturverz., 30,00 Euro, Artikelnr. 2094, bestellen: InstitutionenBei Kubon & Sagner bestellen | PrivatkundenBei Biblion bestellen | Leseprobe

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Fazil' Iskander, 1929 in Abchasien geboren und dort aufgewachsen, studierte am Gor'kij-Literaturinstitut in Moskau, wo er sich 1962 nach Tätigkeiten als Journalist und Verlagslektor endgültig niederließ und seitdem als freischaffender Schriftsteller arbeitet. Sandro iz Čegema ist mit etwa 1.500 Seiten dem Umfang und dem künstlerischen Rang nach Iskanders Hauptwerk. Stofflich-thematisch wie auch formal-stilistisch stellt es eine Verdichtung nahezu all seiner übrigen Arbeiten dar. Abchasien als literarische Landschaft, als epischer Mikrokosmos wird in diesem regionalen Roman durch ein breites Spektrum der abchasischen Gesellschaft präsentiert: Berg- und Talbewohnern, Land- und Stadtbewohnern, Vertretern verschiedener Berufsgruppen und Stände sowie verschiedenen Generationen verleiht er ebenso eine Stimme wie Angehörigen verschiedener Ethnien, die im Spannungsfeld von Tradition und Moderne sich mit der Frage nach Identität und Erinnerung auseinandersetzen. Tradition und Moderne, Alltag, Politik und Geschichte werden in 33 Kapiteln, die in freier Auswahl und Reihenfolge für sich gelesen werden können, miteinander verknüpft.


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93. Katz, Monika: F.A. Koni und das russische Vaudeville. Zur Geschichte des Unterhaltungstheaters in St. Petersburg 1830-1855. München - Berlin, Verlag Otto Sagner 2012. ISBN 978-3-86688-165-5. Br., 414 S., mit Literaturverz., Personenregister, 38,00 Euro, Artikelnr. 2093, bestellen: InstitutionenBei Kubon & Sagner bestellen | PrivatkundenBei Biblion bestellen | Leseprobe

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In den Jahren 1830 bis 1855 beherrschten kurze Stücke voller Witz und Spielfreude die Bühnen der russischen Hauptstadt: Das Vaudeville, ein theatraler Migrant aus Paris, bot einem neuen urbanen Publikum Freizeitspaß und Unterhaltung. Es goutierte das Geschehen auf der Bühne, applaudierte seinen Stars und freute sich an dem teilweise bissigen Witz, mit dem Themen der Tagesaktualität angesprochen wurden. Platt, unglaubwürdig, trivial und für Russland ungeeignet - so lautete hingegen der Vorwurf der Kritik an das schwungvolle Genre. F. A. Koni (1809-1879) war einer der erfolgreichsten Autoren von Vaudevilles, gleichzeitig aber auch ein unerbittlicher Kritiker. Als aufstrebender Theaterenthusiast gelang ihm mit Hilfe des Vaudevilles der Einstieg in das Milieu des Theaters, seine idealistischen Wertvorstellungen konnte er nicht verwirklichen. Der kulturwissenschaftliche Ansatz der Untersuchung erlaubt es, das Vaudeville in seiner Bedeutung für die Geschichte des russischen Theaters und für die Verankerung des Theaters in der urbanen Gesellschaft als Ort der öffentlichen Meinungsbildung zu beschreiben.


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92. WITKACY: Wozu bist du aus dem Jenseits hierher gekommen? Sechs Stücke Polnisch/Deutsch. Übersetzt und herausgegeben von Ewa Makarczyk-Schuster und Karlheinz Schuster. Übersetzung "Sonata Belzebuba" von Łukasz Neca. München - Berlin, Verlag Otto Sagner 2012. ISBN 978-3-86688-163-1. Br., 595 S., 32,00 Euro, Artikelnr. 2092, bestellen: InstitutionenBei Kubon & Sagner bestellen | PrivatkundenBei Biblion bestellen | Leseprobe

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Stanisław Ignacy Witkiewicz, der sich selbst Witkacy nannte, wurde schon von seinen Zeitgenossen zurecht als génie multiple angesehen. Ungeachtet seiner vielfältigen sonstigen Tätigkeitsfelder ist er der Vertreter des Dramas und Theaters der polnischen Avantgarde schlechthin. Es ist das Anliegen der vorliegenden Ausgabe, das dramatische Werk von Stanisław Ignacy Witkiewicz dem deutschen Leserpublikum zugänglich zu machen - eines Werkes, das bis heute immer wieder aufs neue herausfordert. Dabei geht es weniger um eine philologisch genaue Übertragung als vielmehr darum, die auf seiner Philosophie beruhende Komplexität der Denk- und Sichtweise Witkacys in einer bühnentauglichen Form dem heutigen Leser nahezubringen. Der vorliegende Band stellt nach "Man hat uns das Jenseits genommen", "Wir brauchen gar kein Jenseits" und "Ein Hauch von Jenseits" den Abschluss der vollständigen deutsch-polnischen Ausgabe der Stücke Stanisław Ignacy Witkiewiczs dar. Den Übersetzungen ist das Essay "Was für eine Niederträchtigkeit ist doch die Familie - Witkacys Familienbande" vorangestellt.


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91. Caspers, Olga: Ein Schriftsteller im Dienst der Ideologie. München - Berlin, Verlag Otto Sagner 2012. ISBN 978-3-86688-159-4. Br., 355 S., mit Literaturverz., 36,00 Euro, Artikelnr. 2091, bestellen: InstitutionenBei Kubon & Sagner bestellen | PrivatkundenBei Biblion bestellen | Leseprobe

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Die marxistische Literaturwissenschaft erkannte frühzeitig das Potenzial von Dostoevskijs Ouvre für die ideologische Beeinflussung des Lesepublikums. Dostoevskij sollte für spezifische Interessen vereinnahmt werden. Die Instrumentalisierung war freilich nicht ganz einfach: Um den Klassiker in die "progressive" sowjetische Kultur einzupassen, musste man sein Bild transformieren. Im Zentrum dieser Monographie steht die Schilderung dieses Transformationsprozesses. Die drei Ausgaben von Dostoevskijs Gesamtwerk, die in der UdSSR erschienen sind, entstanden in unterschiedlichen Epochen: Ihre Editionsgeschichten gleichen einem Politkrimi, dessen Hauptakteure prominente Funktionäre im Partei- und Staatsapparat bzw. im sowjetischen Literaturbetrieb waren: Lenin, Stalin, Trockij, Suslov, Gor´kij, Lunačarskij, aber auch Dolinin, Fridlender, Šklovskij und Bachtin. Vor der Folie historischer Ereignisse werden die Editionsgeschichten der Werkausgaben detailliert nachgezeichnet. Die Analyse konkreter Quellen, von Aussagen über den Autor und von verschiedenen Werkinterpretationen macht die Besonderheiten der sowjetischen Dostoevskij-Rezeption deutlich.


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